Trachtengruppe

In katholischen Gebieten des Breisgaus wurde demnach eine farbenfrohe Tracht getragen, die im Laufe der Zeit dunkler und strenger wurde.  Um die Tracht möglichst genau nacharbeiten zu können, setzten wir uns mit dem Bund Heimat- und Volksleben in Verbindung, von wo wir wertvolle Ratschläge und Hilfe erhielten.

Frau Regina Hanser erklärte sich als Damenschneidermeisterin bereit, die Tracht zu nähen. So fand am 16.06.1987 ein Treffen zwischen Frau Siebler-Ferry vom Bund Heimat- und Volksleben, Frau Regina Hanser, Frau Theresia Rissler und Frau Elisabeth Piegsda statt, wo besprochen wurde, wo die Stoffe und alle Zutaten gekauft werden können und wie die Tracht genäht wird.

Die Tracht wurde von Frau Hanser, unter Mitwirkung von Frau Rissler, in vielen Arbeitstunden genäht. Für die Silberstickerei des Kappenbodens konnten wir eine Fachfrau aus St. Peter gewinnen, die das alte Muster genauestens nacharbeitete. Die Frauentracht war zur Eröffnung des Heimatmuseums am 27. Mai 1988 fertiggestellt und konnte den Festgästen vorgestellt werden.

Danach wurde auch die Herstellung der Männertracht angegangen, die von einem Fachbetrieb nach unseren Angaben hergestellt wurde. Sie besteht aus einem weißen Leinenhemd mit einem schwarzen Baumwollhalstuch, doppelreihiger Weste aus rotem Filz, Hose und Gehrock aus schwarzem Wollstoff. Weste und Gehrock erhielten goldene Knöpfe. Vervollständigt wurde die Tracht mit einem flachen, breitrandigen schwarzen Filzhut, der mit sechs Reihen grauer Kordel verziert wurde. Zum Neujahrsempfang 1989 in Neuershausen stellten sich zwei Trachtenpaare vor.